Die Mülldesignerin. Wie Katell Gélebart die Welt verändert

Die Mülldesignerin. Wie Katell Gélebart die Welt verändert


„Sei selbst die Veränderung, die du von der Welt erwartest – mit diesem Satz Mahatma Gandhis beschreibt Katell Gélébart ihre Mission.“

Mit Kreativität die Welt verändern für die Ökodesignerin Katell Gélébart ist das mehr als nur ein Appell. Sie entwirft Mode und Möbel aus Materialien, die aus dem Müll kommen. Plastikfolien, Röntgenbilder, alte Postsäcke unter ihren Händen verwandelt sich das scheinbar Wertlose in fantasievolle und nachhaltige Kreationen. Ganz im Sinne ihrer von Mahatma Gandhi übernommenen Philosophie: »Sei die Veränderung, die du dir von der Welt wünschst.« Die Wegwerfgesellschaft hat ihren Zenit überschritten, jetzt beginnt die Ära der Nachhaltigkeit. Für die Französin Katell Gélébart war sie bereits angebrochen, als sie erkannte: »Abfall hat ein kreatives Potenzial.« Ihre ungewöhnlichen Kreationen aus Tierfuttertüten, Tetrapaks und weggeworfenen Jalousien sind ebenso schön wie überraschend: farbenfrohe und höchst originelle Kleider, Handtaschen und Möbel. In Indien lebte sie lange in einem Meditationszentrum, wo sie Dekorationen und Kostüme für Feste entwarf. Heute reist sie als moderne Nomadin durch die Welt. Immer hält sie dabei Ausschau nach verwertbaren Materialien und versucht, neue soziale Netzwerke aufzubauen. Ein Buch über eine spirituelle Ausnahmekünstlerin, die sich aktiv für die Erschaffung einer neuen Erde engagiert.

 

Rezensionen

Erschienen
2013
Seitenzahl
208
ISBN
978-3943416022

REZENSIONEN


Christine Eichel portraitiert in dem lesenswerten Buch „Die Mülldesignerin – Wie Katell Gélébart die Welt verändert“ eine spirituelle Ausnahmekünstlerin, die sich für einen Wandel der Konsumkultur engagiert und gegen die Ressourcenverschwendung und die Achtlosigkeit des Massenkonsums einsetzt. Der Autorin ist es zusätzlich gelungen, in das Portrait wichtige Hintergrundinformationen einzuflechten, zu den Problemen, die unser Konsumverhalten verursacht. Lebendige Texte, viele anschaulich bebilderte Beispiele und kurzweilige Geschichten: Die Philosophie, die hinter der Idee des Upcyclings steckt, könnte nicht klarer beschrieben werden! Der Scorpio-Verlag hat dem Buch noch ein wirklich ansprechendes Layout verpasst – so wird der Buchtipp auch noch zum Geschenktipp!

Fair-Cycle

Die Autorin Christine Eichel gliedert die Geschichte gut nachvollziehbar und wirft immer wieder Informationen ein, die Langeweile gar nicht erst aufkommen lassen. Viele Bilder und eine besondere Gestaltung motivieren bestimmt auch den letzten Lesemuffel, hier und da weiterzulesen. Neben dem Werdegang der Künstlerin, den Informationen zu bestimmten Begriffen, Zahlen und Fakten, wirft die Autorin immer wieder eigene, anregende Gedanken ein. In Absätzen, die aus der Perspektive von Katell geschrieben sind, wird man in die Vergangenheit versetzt, auf Demonstrationen mitgenommen, kann die Anspannung vor einer Modenschau spüren oder den indischen Frauen beim Entdecken von Upcycling Design über die Schulter gucken. Ich persönlich bin begeistert und inspiriert von der Geschichte Katells. Ihr Kampfgeist, ihr Einsatz für die Umwelt und die Menschen, ihre Workshops und Unterstützung von Handwerkern in Indien und in anderen Teilen der Welt sind aufregend und sollten ein Vorbild für alle sein. Dieses Buch ist nicht nur für Neueinsteiger ein absolutes Muss, sondern auch eingefleischte Upcycling Designer können viel Inspiration und Motivation mitnehmen.

The Upcycling Fashion Store

Der Wegwerfgesellschaft einen Spiegel vorhalten, Ideen entwickeln, Neues aus Altem machen und aus Tierfuttertüten, Verpackungskartons oder ausrangierten Jalousien Regenmäntel oder Möbel erschaffen: Das ist die Art und Weise wie Gélébart die Welt verändern will. Aus alten Stoffen entstehen farbenfrohe und höchst originelle Kleider und Handtaschen. Christine Eichel stellt in ihrem Buch eine Künstlerin vor, die sich gegen die heutige Konsumkultur einsetzt und Ressourcenverschwendung kreativ anprangert. Das Buch ist gut geschrieben mit vielen anschaulichen Bildern und ohne erhobenen Zeigefinger. Unser Nachhaltigkeitstipp: Das Buch beim lokalen Buchhändler kaufen und am besten nach dem Lesen weiterverschenken. Auch das spart Ressourcen.

Fresh Fashion Club

Die Wegwerfgesellschaft hat ihren Zenit überschritten, jetzt beginnt die Ära der Nachhaltigkeit. Für die Französin Katell Gélébart war sie bereits angebrochen, als sie erkannte: ‚Abfall hat ein kreatives Potenzial.‘ Ihre ungewöhnlichen Kreationen aus Tierfuttertüten, Tetrapaks und weggeworfenen Jalousien sind ebenso schön wie überraschend: farbenfrohe und höchst originelle Kleider, Handtaschen und Möbel. In Indien lebte sie lange in einem Meditationszentrum, wo sie Dekorationen und Kostüme für Feste entwarf. Heute reist sie als moderne Nomadin durch die Welt. Immer hält sie dabei Ausschau nach verwertbaren Materialien und versucht, neue soziale Netzwerke aufzubauen. Ein Buch über eine spirituelle Ausnahmekünstlerin, die sich aktiv für die Erschaffung einer neuen Erde engagiert.

fem-books.de

Vor gut einem Jahr hat die Designerin Gélébart den Kairospreis 2012 der Alfred Toepfer Stiftung erhalten. Und nun erscheint ein Buch über sie unter dem Titel: „Die Mülldesignerin“. Für mein Empfinden  unbedingt empfehlenswert! Tolle Illustrationen und Fotos von ausgefallenen Designs (Sari aus einemTeesack oder die Weste aus Krawatten, Taschen aus Plastikabfall), inspirierend beim Blättern und berührend beim Lesen. Denn hier gewährt eine ungewöhnliche Frau Einblick in ihren Weg. Für alle, die sowieso schon immer gedacht haben, dass mehr geht, als frau oder man denkt, eine Bestätigung. Und für jene, die meinen, dass nur ein kalkulierbarer 8-to-4-Arbeitstag ein gutes Leben ermöglicht, und aus Angst vor Neuem zu lange in erdrückenden Bedingungen verharren, vielleicht eine Portion Ermutigung. Zumindest ein Licht am Ende des Tunnels? Es ist mehr drin als Sie denken! Und jeder kann einen positiven Unterschied machen. Unser Urteil: Unbedingt lesenswert für alle kreativen Geister!

lust-auf-zukunft.de

„Das Material ist die Botschaft“, sagt Katell Gélébart. Dabei dient ihr als Material, was andere ausgemustert haben – von Armeedecken bis Zementsäcken. Daraus macht Gélébart Neues: Damenkleider aus grünen Postsäcken, Stoffrestschuhe mit Reifensohlen, Notizbücher aus Röntgenbildern, Schals aus alten Teddybären, Lampen aus Jalousien, Schürzen aus Tetrapacks. 1998 hat sie dazu das Label „Art d’Eco“ gegründet.  Inzwischen hat Gélébart einen guten Ruf als Mülldesignerin und Umweltkünstlerin, den Kairos-Preis der Töpfer- Stiftung in der Tasche und – mit 39 Jahren – eine eigene Biografie im Buchregal. Wie eine Nomadin streift sie durch die Welt, mal spannt sie in Indien traditionelle Handwerker für ihre Ideen ein, mal diskutiert sie in einem Residenzprogramm mit Künstlern. Nur eines hat sie noch nie getan: einen Ingenieur um Rat gefragt. „Ich bin Autodidaktin, und ich glaube, deshalb kann ich in meiner Materialnutzung auch so breit und offen sein.“

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